18.01.2027, 09.00 - 13.00 Uhr
2026 und 2027 werden ungewöhnlich zahlreiche neue und überarbeitete geburtshilfliche Leitlinien veröffentlicht. Bei diesem Format werden nur Leitlinien besprochen, die erst seit Kurzem zugänglich sind. Da das geplante Erscheinungsdatum meist nicht eingehalten wird, kann an dieser Stelle noch kein konkretes Programm erstellt werden.
Die Teilnehmer erfahren vier Wochen vorher, welche der bis zu drei Leitlinien in dem Workshop diskutiert werden.
Leider werden ganz generell nur 50% der Inhalte von Leitlinien gelebt und umgesetzt. Dies hat in vieler Hinsicht nicht nur medicolegale Konsequenzen.
In dem Workshop werden die wichtigsten Empfehlungen der aktuellen Leitlinien daher nicht nur vorgestellt, sondern interaktiv diskutiert. Dabei geht es auch darum, Leitlinien und ihre Empfehlungen richtig zu lesen, zu verstehen und geburtsortübergreifend in bestehende Diagnose- und Behandlungskonzepte zu integrieren. Oft bleibt gerade da, wo die wissenschaftliche Evidenz fehlt, ein Spielraum, der uns hilft, den Grundkonflikt zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Mutter und der Unversehrtheit des Kindes besser anzupassen – mitunter sogar besser zu lösen.
Der Referent ist seit Jahren und auch aktuell Mitautor der wichtigsten Leitlinien für die Geburtshilfe. Die Veranstaltung wird mindestens 2x pro Jahr angeboten, damit auch alle Leitlinien zeitnah besprochen werden können.

